O.T.

2012

Spurensuche

2012

überdauern

2012

Spurensuche

2012

 

Druck und Zeichnung

 

Wie ein Netz legen sich die Linien kreuz und quer oder parallel verlaufend. Es entsteht eine Art Gewebe, das wie eine Haut jung und straff ist oder manchmal durch einen langen Prozess tiefe Furchen zeigt. So werden die Linien zu Lebenslinien.

Die Linien erzählen Geschichten aus der Vergangenheit oder legen sich wie ein Vorhang vor das Zukünftige. Sie bilden eine neue Schicht oder sie werden ein Teil des Ganzen. Sie sammeln sich und zerstreuen sich. Sie werden zu Spuren die geordnet oder wild durcheinander unterschiedliche Bedeutungen bekommen. Sie schaffen Bewegung und führen in bestimmte Richtungen. Der Betrachter kann den Rhythmus aufnehmen, der in den Linien liegt oder er verweilt mit dem Auge auf der begrenzten Form des Rechtecks. Die Farbe vertieft den Ausdruck der Linien. Farbe und Linien verdichten sich und werden zu einer Einheit.

 

Wie eine Archäologin grabe ich nach tieferen Schichten. Es interessiert mich das Darunter, das durch die Naturkräfte verändert wird. In einem langsamen Prozess verändern sich die Dinge: Z. B. Aus Holz oder Harz wird Stein. Es entsteht ein Kreislauf, der Veränderung und Verwandlung beinhaltet.

Es geht mir darum zu entdecken was offensichtlich oder verborgen ist, oder was entstehen kann. Wie bei einer Spirale geht der Weg einmal nach außen, ein andermal nach Innen. Die Suche nach raum- und zeitübergreifenden Phänomenen führt zu einer Verdichtung. Diese Verdichtung meint auf der Bildebene die Verdichtung der Linien oder der Farbe, auf der übertragenen Ebene die Verdichtung des Seins.

 

Vergangenes

2012

Vergangenes

2012

Schicksal

Oktober 2012

Aus dem

Zyklus

"Wege"

2016